Alles über Wechseljahre

Wechseljahre bei Frauen

Wann beginnen die Wechseljahre und wie lassen sich Beschwerden behandeln?

Die Menopause, also das dauerhafte Ausbleiben der Regelblutung, markiert ähnlich wie die erste Menstruationsblutung einen neuen Abschnitt im Leben jeder Frau. Bei den Wechseljahren handelt es sich um eine natürliche Lebensphase, die jede Frau ganz unterschiedlich für sich erlebt. Während einige Frauen keinerlei Beschwerden haben, leiden andere unter deutlichen Symptomen und Wechseljahresbeschwerden. Doch was passiert überhaupt im Körper während der Wechseljahre?

In unserem Ratgeber erklären wir, zu welchen Veränderungen es kommt, wie lange die Hormonumstellung dauert und wie sich Wechseljahresbeschwerden lindern lassen.

Wechseljahre – was ist das?

Die Wechseljahre – auch Klimakterium oder Menopause genannt – bezeichnen das Ende der fruchtbaren Phase einer Frau. Während der Wechseljahre durchläuft der Körper eine hormonelle Umstellung vor und nach der letzten Regelblutung. Bei den meisten Frauen beginnen die Wechseljahre zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr. Die Hormonumstellung geht dabei mit verschiedenen Veränderungen im Körper einher, wie z. B. der sinkenden Produktion des Hormons Östrogen.

Hormonumstellung während der Wechseljahre: Was passiert im Körper?

Die Grafik zeigt, wie sich die Hormonwerte in den verschiedenen Phasen der Wechseljahre verändern.

Mit dem Beginn der Wechseljahre, der Perimenpause, ist bei den meisten Frauen ungefähr ab dem 45. Lebensjahr zu rechnen. Ab diesem Alter produzieren die Eierstöcke zunehmend weniger die Geschlechtshormone Progesteron und Östrogen, was dazu führt, dass der Eisprung häufiger ausbleibt und sich die Abstände zwischen den Regelblutungen vergrößern und diese auch unregelmäßiger werden. Mit der Abnahme von Östrogen und Progesteron während der Wechseljahre sinkt die Fruchtbarkeit, da durch die sinkende Aktivität der Eierstöcke immer weniger befruchtungsfähige Eizellen zur Verfügung stehen. Durch die Hormonumstellung wird die Menstruationsblutung immer seltener, bis sie schließlich ganz aufhört. Die letzte Regelblutung wird als Menopause bezeichnet. Im Schnitt sind Frauen beim bei der Menopause 51 Jahre alt, allerdings variiert dies individuell recht stark. Einige Frauen haben bereits mit Mitte 40 ihre letzte Regelblutung, während andere diese erst Mitte 50 erleben. Bis die Hormonumstellung im Körper vollständig abgeschlossen ist, vergehen mehrere Jahre.

Verantwortlich für die Veränderungen sind nicht nur die sinkende Hormonproduktion von Östrogen und Progesteron, sondern der Körper reagiert auch auf niedrigere Werte folgender Hormone:

  • Testosteron
  • Follikel-stimulierendes Hormon (FSH)
  • Luteinisierendes Hormon (LH)

Da diese Hormonumstellung nicht gleichzeitig verläuft, sondern der Körper nach und nach darauf reagiert, lassen sich die Wechseljahre in verschiedene Phasen unterteilen.

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Die verschiedenen Phasen der Wechseljahre

Bis die Hormonumstellung während der Wechseljahre vollzogen ist und der Körper der Frau sich an die Veränderungen angepasst hat, vergehen in der Regel mehrere Jahre. Das Klimakterium lässt sich daher in drei verschiedene Phasen unterteilen[$1]:

1. Prämenopause

Mit der Prämenopause kündigen sich die Wechseljahre langsam an. Während dieser Phase beginnen die hormonellen Veränderungen und die Eierstöcke reduzieren langsam ihre Funktion. Die Prämenopause äußert sich daher durch Anzeichen wie Zyklusunregelmäßigkeiten oder zunehmende prämenstruelle Beschwerden.

2. Perimenopause

Die Perimenopause bezieht sich auf den Zeitraum unmittelbar von Beginn der eigentlichen Wechseljahre. Der Körper stellt die Produktion von Progesteron und Östrogen immer weiter ein und in den Eierstöcken reifen allmählich keine befruchtungsfähigen Eizellen mehr heran. In der Perimenopause treten neben unregelmäßigen Blutungen bis zur Menopause auch vermehrt Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen auf.

3. Postmenopause

Ein Jahr nach der letzten Regelblutung beginnt die Postmenopause. In dieser Phase erreicht die Produktion der Hormone Östrogen und Progesteron ihren Tiefpunkt. Die Postmenopause dauert so lange, bis sich der Hormonhaushalt wieder stabilisiert hat. Vereinzelt kann das über 10 Jahre andauern. In dieser Phase können Beschwerden wie Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen, Schlafstörungen, trockene Haut und Schleimhäute oder Haarausfall auftreten.

Ob und welche Symptome und Beschwerden während der Wechseljahre auftreten, ist von Frau zu Frau unterschiedlich. Manche Frauen bemerken bis zum Einsetzen der Menopause nichts von den Wechseljahren, andere leiden schon frühzeitig unter ersten Anzeichen der Wechseljahre.

Wie lange dauern die Wechseljahre?

Insgesamt können sich die Wechseljahre über einen Zeitraum von 10 bis 15 Jahren erstrecken. Ähnlich wie die Beschwerden während der Wechseljahre bei jeder Frau variieren, ist auch die Dauer individuell unterschiedlich. Das gilt ebenso für die verschiedenen Phasen des Klimakteriums. Die durchschnittliche Dauer der Perimenopause beträgt vier Jahre, wobei manche Frauen nur ein paar Monate in dieser Phase sind, während bei anderen der Übergang zur Menopause und Postmenopause deutlich länger dauert. Bleibt die Regelblutung länger als 12 Monate aus, kann man sicher davon ausgehen, dass die Perimenopause abgeschlossen ist. Die auftretenden Wechseljahresbeschwerden und Symptome aufgrund der Hormonumstellung können ebenfalls unterschiedlich lange anhalten.[$2]


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Wechseljahresbeschwerden im Überblick: Durch welche Anzeichen äußern sich die Wechseljahre?

Die Wechseljahre können bei Frauen von unterschiedlichen körperlichen und psychischen Beschwerden begleitet werden. Erste Anzeichen für die Wechseljahre äußern sich meist in Form von unregelmäßigen Blutungen oder Stimmungsschwankungen. In der Perimenopause treten bei über 75 % der Frauen Hitzewallungen als Begleiterscheinung der Wechseljahre auf.[$3],[$4] Damit gehören Hitzewallungen zu den häufigsten Wechseljahresbeschwerden. Nicht bei allen Frauen treten während der Wechseljahre Symptome auf: Während manche starke Wechseljahresbeschwerden haben und diese auch langfristig anhalten, bemerken andere Frauen nur kurz etwas von den Veränderungen durch die Hormonumstellung.

Zu den häufigsten Beschwerden während der Wechseljahre gehören:

  • Hitzewallungen und nächtliche Schweißausbrüche
  • Stimmungsschwankungen
  • Schlafstörungen

Wie lässt sich der Beginn der Wechseljahre feststellen?

Frauen, die Unregelmäßigkeiten oder Veränderungen bei ihren Blutungen feststellen, sollten in jedem Fall zur Klärung ihren Frauenarzt aufsuchen. Treten neben diesen auch typische Wechseljahresbeschwerden auf, ist es auch in Hinblick auf das Alter der Frau meist einfach, den Beginn der Wechseljahre zu erkennen. Zur Sicherung der Diagnose – und um Erkrankungen als Ursache für die Beschwerden auszuschließen – kann der Frauenarzt verschiedene Untersuchungen machen. Dazu gehört neben einer allgemeinen gynäkologischen Untersuchung auch ein Bluttest, mit dem der Hormonspiegel der Frau bestimmt werden kann. Da insbesondere während der Perimenopause der Spiegel von FSH und Östrogen im Blut täglich schwankt, ist die Blutuntersuchung nur ein Teil einer umfangreicheren Diagnostik. Mit den Ergebnissen von Bluttest und gynäkologischer Untersuchung sowie den Informationen bezüglich der Regelblutung, lässt sich eine Diagnose treffen, ob es sich um die Hormonumstellung während der Wechseljahre handelt.[$5]

Beschwerden während der Wechseljahre – was hilft?

Da es sich bei den Wechseljahren nicht um eine Krankheit handelt, ist eine ärztliche Behandlung grundsätzlich nicht notwendig. Viele Frauen haben während der Wechseljahre nur mit leichten Symptomen zu tun oder nehmen die Hormonumstellung gar nicht wahr. Bei leichten Beschwerden können schon eine Änderung des Lebensstils zur Reduktion von Stress, eine gesunde Lebensweise sowie eine gesunde Ernährung oder pflanzliche Mittel helfen, die Symptome zu lindern und den Körper auf natürliche Art zu unterstützen. Treten jedoch starke Wechseljahresbeschwerden auf, welche die Frau in ihrer Lebensqualität beeinträchtigen (z. B. starke Hitzewallungen oder extreme Stimmungsschwankungen), sollte der Frauenarzt aufgesucht werden. In extremen Fällen kann eine Hormonersatztherapie in Erwägung gezogen werden. Hier sollte aber immer das Nutzen- / Risikoverhältnis abgewogen werden. Welche Behandlung der Wechseljahresbeschwerden am besten geeignet ist, variiert von Frau zu Frau und sollte mit dem Frauenarzt besprochen werden.

Hormontherapie während der Wechseljahre

Bei schweren Wechseljahresbeschwerden kann eine Hormontherapie dabei helfen, die Beschwerden während der Wechseljahre zu mindern. Die medikamentöse Behandlung ist vor allem geeignet, um sehr starke Hitzewallungen und Schweißausbrüche zu reduzieren, die durch pflanzliche Mittel nicht in den Griff zu bekommen sind. Bei der sogenannten Hormonersatztherapie werden die Hormone ersetzt, die der Körper aufgrund der Wechseljahre nicht mehr selbst produziert. Man unterscheidet bei dieser Therapie zwischen der Hormontherapie und der reinen Östrogentherapie.

  • Hormontherapie:

Bei der Hormontherapie wird eine Kombination der Hormone Progesteron und Östrogen eingenommen, um den niedrigen Hormonspiegel während der Wechseljahre mit Medikamenten auszugleichen und Beschwerden zu lindern. Häufig wird zusätzlich auch das Gelbkörperhormon Gestagen ergänzt.[$6] Die Therapie erfolgt meist in Form von Tabletten, kann aber auch durch Spritzen, Gels, Zäpfchen oder Pflaster verabreicht werden.

  • Therapie mit Östrogen

Bei der Östrogentherapie wird ausschließlich Östrogen eingenommen. Dies kann in Form von Tabletten, Hautpflastern oder Vaginalcremes passieren.

Ob eine Hormonersatztherapie empfehlenswert ist, sollte mit dem Frauenarzt besprochen werden. Für diese Entscheidung ist insbesondere die Schwere der Symptome und die Krankengeschichte der Frau wichtig, da eine Hormonersatztherapie auch deutliche Nebenwirkungen hervorrufen kann. Dazu gehört z. B. die Erhöhung des Risikos für eine Brustkrebserkrankung.[$7]

Beschwerden während der Wechseljahre mit pflanzlichen Mitteln lindern

Frauen, die keine Hormone einnehmen möchten oder nur leichte Beschwerden während der Wechseljahre empfinden, können auch pflanzliche Mittel zur Linderung der Symptome einsetzen. Auch hier ist es jedoch empfehlenswert, die Einnahme mit dem Arzt abzusprechen, um unerwünschte Nebeneffekte zu vermeiden.

Es gibt verschiedene pflanzliche Mittel, die sowohl psychische als auch physische Wechseljahresbeschwerden lindern können:

  • Mönchspfeffer (Vitex Agnus-Castus):

Mönchspfeffer kann während der Wechseljahre dabei helfen, Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche, Schlafstörungen oder auch Stimmungsschwankungen zu lindern.[$8]

  • Phytoöstrogene (z. B. aus Soja, Hopfen, Leinsamen, sibirischen Rhabarber oder Traubensilberkerze):

Die sogenannten Phytoöstrogene beeinflussen selektiv die Östrogen-Rezeptoren im Körper, ohne dass sie selbst wie Hormone wirken. Üblicherweise werden die Pflanzenextrakte in Form von Kapseln oder Tabletten eingenommen. Erkenntnisse aus Studien zeigen, dass sich durch die Einnahme typische Beschwerden der Wechseljahre wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche auch pflanzlich reduzieren lassen können.[$9],[$10],[$11],[$12]

  • Johanniskraut, Baldrian, Melisse:

Viele Frauen leiden während der Wechseljahre unter Stimmungsschwankungen und Schlafstörungen. Zur Linderung werden häufig pflanzliche Mittel aus Johanniskraut, Baldrian oder Melisse empfohlen. Bein Einschlafproblemen kann die Einnahme von Melatonin, das in MORE SLEEP enthalten ist, sinnvoll sein[$13] Denn Melatonin trägt dazu bei, die Einschlafzeit zu verkürzen, wenn man kurz vor dem Schlafengehen 1 mg einnimmt.


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Entspannter durch die Wechseljahre mit gesunder Ernährung und Sport

Neben pflanzlichen Mitteln oder der Behandlung mit einer Hormonersatztherapie kann auch eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Bewegung das Wohlbefinden während der Wechseljahre steigern. Diese Lebensphase geht für Frauen oft mit großen Veränderungen einher, weshalb es umso wichtiger ist, Stress zu reduzieren und so auch Stimmungsschwankungen in den Griff zu bekommen. Durch die Hormonumstellung steigt mit den Wechseljahren auch das Risiko, an Osteoporose zu erkranken. Frauen, die sich während der Wechseljahre ausreichend bewegen und Sport machen, können damit nicht nur ihrem psychischen Wohlbefinden etwas Gutes tun, sondern profitieren auch von dem positiven Effekt auf die Knochendichte. Das kann helfen, das Risiko für Osteoporose zu senken.

Abgesehen von ausreichender Bewegung sollten Frauen in den Wechseljahren auch auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung achten. Diese ist nicht nur wichtig für das allgemeine Wohlbefinden, sondern kann ebenfalls Knochen und Muskeln unterstützen. Die Einnahme sinnvoller Nahrungsergänzungsmittel mit Calcium, Vitamin D und Vitamin K können dabei zur Erhaltung gesunder Knochen beitragen. Besonders Vitamin D kann in Kombination mit Calcium den Verlust von Knochenmineralien in postmenopausalen Frauen vermindern. Eine niedrige Knochendichte ist ein Risikofaktor für die Entstehung durch Osteoporose bedingter Knochenbrüche. Diese Vitamin D und K findest du z. B. in unseren ESSENTIALS und Calcium in unserem MINERAL COMPLETE.

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https://my.clevelandclinic.org/health/diseases/15224-menopause-perimenopause-and-postmenopause
https://www.hopkinsmedicine.org/health/conditions-and-diseases/introduction-to-menopause
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/25225714/
https://www.barmer.de/gesundheit-verstehen/krankheiten-a-z/wechseljahre-31340
https://www.pharmazeutische-zeitung.de/wann-pflanzlich-wann-mit-hormonen-behandeln/
https://www.hopkinsmedicine.org/health/conditions-and-diseases/introduction-to-menopause
https://www.ema.europa.eu/en/documents/herbal-report/final-assessment-report-vitex-agnus-castus-l-fructus-revision-1_en.pdf
https://www.ema.europa.eu/en/documents/herbal-report/draft-assessment-report-cimicifuga-racemosa-l-nutt-rhizome-revision-1_en.pdf
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https://www.ema.europa.eu/en/documents/herbal-report/draft-assessment-report-glycine-max-l-merr-semen-first-version_en.pdf
https://www.ema.europa.eu/en/documents/herbal-report/assessment-report-linum-usitatissimum-l-semen_en.pdf
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28966733/[[-QUELLEN]]

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