Vitaminmangel erkennen und vorbeugen

Vitaminmangel erkennen und vorbeugen

Vitaminmangel: Eine unnötige Belastung für deinen Köper

Dass mit einem Vitaminmangel nicht zu spaßen ist, haben Piraten, Handelsleute und Entdecker bereits vor einigen Jahrhunderten schmerzlich erfahren müssen. Skorbut war eine der gefürchtetsten Erkrankungen auf See und Grund für zahlreiche Todesfälle. Viele tragische Schicksale wären leicht mit ein bisschen mehr Obst und Gemüse zu verhindern gewesen. Ärzte wussten damals nämlich noch nicht, dass diese Krankheit aufgrund eines Mangels an Vitamin C verursacht wird.

Zum Glück geben uns Vitamine heutzutage nicht mehr ganz so viele Rätsel auf wie einst. Welche Funktion haben Vitamine im Körper? Wie kann man einen Vitaminmangel feststellen? Welche Lebensmittel versorgen uns am besten mit den wichtigen Nährstoffen und wie kann man Vitaminmangelerscheinungen verhindern?

All diese und noch einige weitere Fragen beantworten wir in diesem Beitrag.

Darum sind Vitamine für den Körper so wichtig

Wir sehen sie nicht, wir schmecken sie nicht, wir kennen sie (manchmal) nicht ─ und trotzdem sind Vitamine so wichtig für unseren Körper. Vitamine unterstützen unser Immunsystem, spielen eine entscheidende Rolle für den Stoffwechsel und wirken sich auf unsere Psyche aus.[$1]

Kein Wunder, dass sich ein Mangel an Vitaminen in unserem Körper früher oder später bemerkbar macht. Die Vitamine C, B6 und B12 tragen so z. B. zu einer Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.[$2] Aber auch Abgeschlagenheit oder noch ernste Erkrankungen können Anzeichen für einen Vitaminmangel sein. Vitamine sind folglich extrem wichtig für die Gesundheit jedes einzelnen Menschen.

Ursachen von Vitaminmangel

Bevor wir uns den typischen Symptomen von Vitaminmangel widmen, schauen wir uns zunächst dessen Ursachen an. Warum kommt es überhaupt zu Vitaminmangel in Körper?

In der Regel hat ein Mangel an Vitaminen eine der folgenden drei Gründe:

1. Ein überdurchschnittlich hoher Vitaminbedarf
2. Aufgrund mangelhafter Ernährung werden nicht genug Vitamine aufgenommen
3. Krankheiten

    Fast Food ist keine gute Wahl um Vitaminmangel vorzubeugen.

    Einen überdurchschnittlich hohen Vitaminbedarf haben z.B. schwangere und stillende Frauen, sowie Senioren.[$3] Aber auch äußere Faktoren können dazu führen, dass der Körper einen erhöhten Vitaminbedarf hat, z. B. starker emotionaler oder körperlicher Stress, regelmäßiges Rauchen oder starker Alkoholkonsum.

    Bei Krankheiten, z. B. Diabetes oder Funktionsstörungen an der Niere oder der Leber, sind es zum Teil die eingenommenen Medikamente, die den Vitaminhaushalt im Körper beeinflussen und zu einer Unterversorgung führen können.

    Die am einfachsten zu beseitigende Ursache für Vitaminmangel ist eine Ernährung, bei der einfach nicht genug vitaminreiche Lebensmittel gegessen und entsprechend nicht genügend Nährstoffe vom Körper aufgenommen werden.

    Vitaminmangel: Die Folgen für den Körper

    Nährstoffe sind unverzichtbar für unsere Gesundheit, das merkt man übrigens auch bei einem Eisenmangel. Ein Mangel an Vitaminen wirkt sich unmittelbar auf viele Funktionen in unserem Körper aus, seien es die Organeoder der Stoffwechsel.

    Fehlt ein einzelnes Vitamin im Körper vollständig (Avitaminose), kann das in der Folge sehr schwere Erkrankungen oder Schäden verursachen. Aber bereits ein Vitaminmangel, eine sogenannte Hypovitaminose, hat zum Teil ernsthafte Konsequenzen für die Gesundheit und das psychische Wohlbefinden.

    Ein Mangel am Vitamin B12, kann so z. B. eine Autoimmungastritis oder Blutarmut begünstigen.[$4] Ein starker Vitamin-C Mangel ist nachweislich der Grund für die Skorbut Erkrankung[$5] und Osteoporose kann durch einen Mangel an Vitamin D verursacht werden.[$6]

    Vitaminmangel feststellen

    Bluttest für einen Vitamin-B-12-Mangel.

    Da bei einem Vitaminmangel die Folgen von Abgeschlagenheit bis zu ernsthaften Erkrankungen reichen können, ist es dementsprechend wichtig, eine Unterversorgung vorzubeugen bzw. rechtzeitig die Symptome eines möglichen Vitaminmangels zu erkennen.

    Um bei Verdacht zweifelsfrei einen Vitaminmangel feststellen zu können, solltest du dich an einen Arzt wenden. Über Werte aus deinem Blut und aus deiner Leber, kann ein Arzt relativ zweifelsfrei einen konkreten Vitaminmangel erkennen und diagnostizieren, welche Nährstoffe dir in welcher Menge fehlen.

    Was sind Anzeichen für einen Vitaminmangel?

    Die Symptome bei Vitaminmangel sind zum einen von Mensch zu Mensch unterschiedlich, zum anderen hängen sie aber auch davon ab, für welches konkrete Vitamin überhaupt ein Mangel vorliegt.

    Nichtdestotrotz gibt es auch einige typische Anzeichen für einen Vitaminmangel. Zu den häufig auftretenden Symptomen zählen z. B. eine verstärkte Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder Infektanfälligkeit. Solltest du diese Symptome über einen längeren Zeitraum, ohne erkennbaren Grund haben, ergibt es Sinn von einem Arzt einen Vitaminmangel feststellen bzw. ausschließen zu lassen.

    Die unterschiedlichen Symptome von Vitaminmangel

    Eine Frau zeigt Symptome von zu wenig Vitaminen

    Allein wegen der vorliegenden Symptome auf einen konkreten Mangel an Vitamin A, B, C, etc. zu schließen ist also nicht so leicht, da sich die Symptome eines Vitaminmangels bei den unterschiedlichen Vitaminen oftmals ähneln können.

    Ein starker Vitaminmangel, der bereits über einen langen Zeitraum vorliegt, geht prinzipiell mit schwerwiegenderen Symptomen einher. Eine Übersicht zu den typischen Symptomen für einen Mangel an Vitamin A, Vitamin B, Vitamin C, Vitamin D und Vitamin E, bietet die folgende Tabelle.

    Vitamin

    Mögliche Symptome

    Vitamin A

    Trockene Haut, selten Sehstörungen

    Vitamin B1

    Kreislaufstörungen, nervliche Störungen, z. B. Brennen oder Kribbeln an Händen & Füßen

    Vitamin B2

    Ausschläge auf der Haut, eingerissene Mundwinkel, entzündete Mundschleimhaut

    Vitamin B6

    Fehlender Appetit, depressive Zustände, Schlafstörungen, (Schleim-)Hautentzündungen, leichte Magen-Darm-Probleme, Akne

    Vitamin B9 (Folsäure)

    Blässe, Durchfall & Entzündung der Darmschleimhaut, Müdigkeit, Kribbeln auf der Zunge

    Vitamin B12

    Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Fahlheit, Kraftlosigkeit, Haarausfall

    Vitamin C

    Müdigkeit, Infektanfälligkeit, Abgeschlagenheit, Gelenkschmerzen, Blutungen am Zahnfleisch bei starkem Mangel

    Vitamin D

    Anzeichen für Osteoporose, Muskelschwäche, Nervosität, Haarausfall

    Vitamin E

    Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Zittern, Konzentrationsschwächen, trockene Haut

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    Was ist der häufigste Vitaminmangel bei Kindern und Erwachsenen?

    Der häufigste Vitaminmangel liegt in Deutschland bei folgenden Nährstoffen vor: Vitamin D, Vitamin B12 und Vitamin B9 (Folsäure). Ein Mangel an Vitamin-C trifft dagegen seltener auf.

    Vitaminmangel vorbeugen

    Um Symptome eines Vitaminmangels vorbeugen zu können, ist eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung die beste Möglichkeit. Personen, die zu Risikogruppen für einen Vitaminmangel zählen, z. B. Schwangere oder Menschen mit Leberschäden, können ihren erhöhten Tagesbedarf auch mit Nahrungsergänzungsmitteln ergänzen.

    Die richtige Ernährung verhindert Vitaminmangelerscheinungen

    Das Bild zeigt eine empfohlene Ernährung bei Vitaminmangel.

    In vielen Fällen ist Vitaminmangel die Folge einer mangelhaften Ernährung. Eine Diät, die auf Fertigprodukten und Fast-Food basiert, liefert dem Körper nicht die Menge an Nährstoffen, die er eigentlich benötigt. Am Abend zur Stärkung des Immunsystems, oder einfach nur für das gute Gewissen, einen Vitamin-C-Saft zu trinken, reicht dann leider auch nicht aus. Ein Mangel an Vitamin C ist ohnehin seltener das Problem, zumindest in Deutschland. Für Gesundheit und Leistungsfähigkeit sind andere Vitamine daher mindestens genauso wichtig.

    Am besten erfüllt man den Tagesbedarf aller Vitamine über eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung. Die Betonung liegt hier auch auf abwechslungsreich. Broccoli ist so z. B. sehr gesund ─ wenn aber nur Broccoli auf dem Ernährungsplan steht, ist dein Vitaminhaushalt trotzdem nicht optimal.

    Um Mangelerscheinungen bei Vitaminen über die Ernährung vorzubeugen, sollten Vollkornprodukte, Nüsse, pflanzliche Öle, Fische und natürlich auch diverse Obst- und Gemüsesorten einen festen Bestandteil in deinem Speiseplan einnehmen. Auch andere tierische Produkte, wie z. B. Eier, Fleisch oder Milchprodukte sind in Maßen empfehlenswert.

    Für deine Ernährung kannst du darüber hinaus folgende 3 Tipps befolgen:


    1. Nutze frische, unverarbeitete Lebensmittel und reduziere auf Fastfood & Fertigprodukte.
    2. Esse ausgewogen und verzichte auf radikale Diäten.
    3. Bevorzuge eine schonende Zubereitung (z. B. Dämpfen), verzichte auf lange Garzeiten & heiße Temperaturen.

    Vitaminreiche Lebensmittel

    Welche Lebensmittel besonders viele Nährstoffe enthalten, haben wir für einige der wichtigsten Vitamine zusammengefasst.

    Vitamin A: Süßkartoffel, Mohrrübe, Grünkohl, Spinat, Fenchel

    Vitamin B2: Mandeln, Hühnerbrust, Champignons, Camembert, Eier

    Vitamin B6: Sojabohnen, Lachs, Walnüsse, Linsen, Sonnenblumenkerne, Kichererbsen, Huhn

    Vitamin B9: Bohnen, Kichererbsen, Weizenkeime, Spinat, Sonnenblumenkerne

    Vitamin B12: Hering, mageres Rindfleisch, Entenbrust, Emmentaler, Ei

    Vitamin C: Hagebutte, Sanddorn, Johannisbeere, Paprika, Rosenkohl

    Vitamin E: Raps-/Sonnenblumen/-Olivenöl, Mandeln, Vollkornprodukte, Roggen

    Vitamin H (Biotin): Leber, Eigelb, Haferflocken, Nüsse, Champignons

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    Sonderfall: Vitamin D

    Vitamin D nimmt eine Sonderrolle unter den Nährstoffen ein. Der Tagesbedarf Vitamin D kann nämlich, im Vergleich zu anderen Vitaminen, nicht ausschließlich über die Nahrung aufgenommen werden. Die gute Nachricht: Dein Körper kann Vitamin D aber selber produzieren – er ist dabei jedoch auf genügend Sonnenlicht angewiesen. Nichtsdestotrotz solltet du immer auch auf eine Vitamin-D-reiche Ernährung achten.

    Insbesondere Fisch, z. B. Sardine, Wildlachs oder Thunfisch, aber auch Avocado, sowie einige Pilzsorten sind gute Vitamin-D-Lieferanten.


    Unsere Essentials decken nicht nur Bedarf an Vitamin D ab, sie enthalten zudem auch Vitamin K und wichtige Omega-3-Fettsäuren.

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    Mangel an Vitaminen mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgleichen

    Kinder & Jugendliche in der Wachstumsphase, schwangere und stillende Mütter oder Menschen mit speziellen Erkrankungen haben einen erhöhten Vitaminbedarf. Für diese Personen kann es eine Herausforderung darstellen, den Tagesbedarf an Vitaminen ausschließlich über die Ernährung zu decken. Eine gezielte Einnahme von Vitaminpräparaten kann in diesen Fällen helfen einen starken Vitaminmangel und damit einhergehende Beschwerden vorzubeugen..

    Aber auch für Personen, die nicht einer Risikogruppe für Vitaminmangel angehören, können Nahrungsergänzungsmittel in bestimmten Situationen zeitweise dabei helfen, einen möglichen Mangel auszugleichen.ei es einen Vitamin-D-Mangel aufgrund der fehlender Sonne im Winter oder einem unausgeglichenem Vitaminhaushalt in Stresssituationen.

    Sind Nahrungsergänzungsmittel nicht schädlich? Diese Frage stellt sich vielleicht der ein oder andere an dieser Stelle. Grundsätzlich können Vitaminpräparate dabei helfen, die essentiellen Vitamine für den Körper bereitzustellen, sie sollten jedoch nie als Ersatz für nährstoffreiche Nahrung gesehen und genutzt werden. Zudem solltest Du die Dosis im Optimalfall mit einem Arzt oder einer Ärztin abstimmen.

    Fazit: Vitaminmangel: Anzeichen kennen und Unterversorgung vorbeugen

    Wer schon seit langem eine merkwürdige Müdigkeit fühlt oder auffällig häufig Beschwerden mit Infektionen hat, dessen Körper könnte eventuell an einem Vitaminmangel leiden. Die Symptome für einen Mangel können von Problemen mit dem Darm oder der Haut, bis hin zu sehr ernsthaften Beschwerden, z.B. Osteoporose, reichen.

    Wer sich unsicher ist und nicht weiß, ob die Müdigkeit von einem Vitaminmangel herrührt, oder einfach ein Anzeichen für zu viel Stress ist, der kann beim Arzt mit speziellen Tests einen Vitaminmangel feststellen lassen.

    Egal, ob für weniger bekannte Nährstoffe wie Biotin (Vitamin H) und Folsäure (Vitamin B9), oder für den „Klassiker“ Vitamin C ─ das Risiko eines Vitaminmangels kann durch nährstoffreiche Nahrung beinahe ausgeschlossen werden. Obst ist dabei eine, aber längst nicht die einzige Quelle, um den Tagesbedarf an Vitaminen zu decken.

    Symptome eines Vitaminmangels treten bei einem ausgewogenen Speiseplan mit Vollkornprodukten, Gemüse, Fisch, Nüssen, etc. in der Regel selten auf. Risikogruppen für einen Vitaminmangel, z. B. schwangere oder stillende Frauen können zudem durch gezielte Nahrungsergänzungsmittel gegen eine Unterversorgung vorgehen und sollten das in jedem Fall mit ihrem Arzt, oder ihrer Ärztin besprechen.

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    [[QUELLEN-]]https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32012R0432&from=DE
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    https://www.karger.com/Article/Abstract/281944
    https://link.springer.com/article/10.1007/s10354-016-0515-5
    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1002/pauz.200800301
    https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S1521690X11000418[[-QUELLEN]]

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