Basische Ernährung

Die basische Ernährung

Mit einer basischen Ernährung den Säure-Basen-Haushalt regulieren

Die basische Ernährung gilt als gesund und kann verschiedene Krankheiten vorbeugen, denn tatsächlich kann eine Übersäuerung des Körpers gesundheitliche Folgen nach sich ziehen, denen mit einer basischen bzw. basenüberschüssigen Ernährung entgegengewirkt werden kann. Doch was ist eine basische Ernährung und welche Lebensmittel sind dafür geeignet?

Wir erklären dir die wichtigsten Folgen einer Übersäuerung, die Vorteile einer basischen Ernährungsweise und zeigen dir natürlich auch, was basische Lebensmittel sind und wie du sie ganz easy und schmackhaft in deine Ernährung integrieren kannst.


Inhalt:


Was ist eine basische Ernährung?

Die basische Ernährung ist eine Ernährungsweise, bei der die verzehrten Lebensmittel darauf ausgerichtet sind, ob sie im Körper basisch oder säurebildend wirken. Im Zuge einer basischen Diät werden demzufolge hauptsächlich basische Lebensmittel wie Obst, Gemüse und Vollkornprodukte verzehrt. Säurebildende Nahrungsmittel dagegen werden bei der basischen Ernährung ausgeschlossen.

Gleichzeitig handelt es sich um eine zuckerfreie Ernährung ohne Haushaltszucker (Saccharose), und ist daher auch bestens für Diabetiker geeignet.

Basenreiche Ernährung: Der Säure-Basen-Haushalt

Säure-Basen Skala

Der Säure-Basen-Haushalt ist ein wichtiges Schlagwort, doch was bedeutet das überhaupt? Der Säure-Basen-Haushalt bezeichnet das Verhältnis zwischen Säuren und Basen im menschlichen Körper. Er sorgt dafür, dass der pH-Wert im Körper stets etwa 7,4 beträgt, wodurch alle Organe optimal arbeiten können. Um den pH-Wert konstant zu halten, besitzt unser Körper verschiedene Regulationsmechanismen und Puffersysteme, um weder zu übersäuern (Acidose) noch zu basisch zu werden (Alkalose).

Wie macht der Körper das? An der Regulation sind die Lungen, Nieren, Leber und bestimmte Substanzen im Skelett und dem Blut als Puffersysteme beteiligt. Um einem Säureüberschuss entgegenzuwirken, kann der Körper bspw. Kohlendioxid über die Atemluft abgeben oder das Kohlendioxid im Blut in der Niere herausfiltern und über den Urin ausscheiden. Diese beiden Bereiche des Säure-Basen-Haushalts arbeiten eng zusammen, weshalb sich eine Störung in einem der beiden Teile sofort auf den anderen Teil auswirken kann. Was kann sich denn so auf den Säure-Basen-Haushalt auswirken? Beeinflussende Faktoren sind nicht nur die Ernährung, sondern auch die Hormone, Bewegung sowie die Umweltbedingungen. Natürlich drängt sich umgekehrt die Frage auf, was sich positiv auf den Säure-Basen-Haushalt auswirkt? Und damit zu Clou dieses Artikels, denn eine basenreiche Ernährung kann dir helfen, den Säure-Basen-Haushalt zu regulieren.

Basische vs. basenüberschüssige Ernährung

Neben der basischen Ernährung kannst du dich auch basenüberschüssig ernähren. Den Unterschied zeigt dir die nachfolgende Tabelle. Ebenso verdeutlicht die Tabelle, wie du beide Diäten einsetzen kannst:

Basische Ernährung

Basenüberschüssige Ernährung

● Zu 100 % basenbildende Lebensmittel in der Ernährung

● Oft als Kur zwischen 1 bis 4 Wochen

● Zum kurzfristigen Entgiften des Körpers

● 70 bis 80 Prozent der Ernährung bestehen aus basischen Lebensmitteln

● Kann dauerhaft durchgeführt werden

● Ein Stück Kuchen zu einem gesellschaftlichen Anlass kann problemlos in die Ernährung integriert werden

Basische Kost: Wie eine basische Ernährung den Folgen einer Übersäuerung entgegenwirken kann

Sollte es im Körper langanhaltend zu einer Übersäuerung kommen, die der Körper nicht selbst regulieren kann, kann dies zu gesundheitlichen Problemen führen.

Eine basische bzw. basenüberschüssige Kost kann einer Übersäuerung, und den hieraus resultierenden Folgen, entgegenwirken. Darüber hinaus bietet eine basische Ernährung noch einige weitere Vorteile:

  • Gestärktes Immunsystem: Basische Lebensmittel sind reich an Vitaminen und Antioxidantien, die unser Immunsystem stärken und unseren Körper bei der Abwehr von Krankheiten und Infektionen unterstützen können.
  • Verbesserter Stoffwechsel und Gewichtsreduktion: Neben Vitaminen und Mineralstoffen sind basische Lebensmittel reich an Ballaststoffen, die den Stoffwechsel ankurbeln und helfen können, Fett effizienter abzubauen.

Was isst man bei einer basischen Ernährung?

Bei einer basischen Ernährung konzentriert man sich auf Lebensmittel, die im Körper basenbildend wirken und diesen alkalisieren. Es ist also nicht nur wichtig, basische Lebensmittel zu wählen, sondern auch solche, die während der Verstoffwechselung Basen bilden. Hierunter fallen viele Obst- und Gemüsesorten, Hülsenfrüchte sowie Nüsse und Saaten.

Damit du für deine basische Diät weißt, welche Lebensmittel sauer und welche basisch im Körper wirken, wurde der sogenannte PRAL-Wert (Englisch: "Potential Renid Acid Load"[$1]) entwickelt. Analog zum pH-Wert gibt er basenbildende Lebensmittel mit einem negativen und säurebildende mit einem positiven Wert an.

Was sind basische Lebensmittel?

Basische Ernährung Lebensmittel

Zu den basenbildenden Lebensmitteln einer basischen Diät zählen:

  • Fette & Öle: Margarine
  • Obst: Beeren, Zitrusfrüchte, Trockenfrüchte, Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Pflaumen, Trauben, Bananen, Erdbeeren, Mango, Kiwi
  • Gemüse: Auberginen, Kohl, Salat, Karotten, Kartoffeln, Paprika, Pilze, Spargel, Spinat, rohe Tomaten, Zucchini, Zwiebeln
  • Getränke: Obst- und Gemüsesäfte, Kräuter-, Früchte- und Grüntee, Kaffee, Kakao, Wasser, Weißwein
  • Hülsenfrüchte: grüne Bohnen
  • Milch & Milchprodukte: Molke
  • Nüsse: Haselnuss
  • Süßes: Fruchteis, Honig, Marmelade, Nussnugatcreme, brauner Rohrzucker
  • Kräuter & Essig

Basenbildende Lebensmittel enthalten von Natur auszahlreiche Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe und können so deine Gesundheit zusätzlich neben der basischen Wirkung unterstützen. Wenn du basisch naschen möchtest, eignen sich Fruchteis, Honig und Marmelade, aber auch Trockenfrüchte wie Rosinen und Datteln. Zum herzhaften Snacken kannst du auf gesalzene Haselnüsse zurückgreifen.

Was darf ich bei basischer Ernährung nicht essen?

Säurebildende Lebensmittel

Bei einer basischen Ernährung sollte man die folgenden sauren Lebensmittel wie Fleisch meiden, um einem Säureüberschuss vorzubeugen:

  • Fette & Öle: Butter, Öl
  • Fisch & Meeresfrüchte: Aal, Forelle, Heilbutt, Hering, Krabben, Lachs, Muscheln, Barsch, Sardinen, Zander
  • Fleisch & Wurstwaren: Schinken, Geflügel, Rind, Schwein, Kaninchen, Lamm, Leber
  • Getränke: Cola
  • Getreide & Mehl: Amaranth, Buchweizen, Cornflakes, Dinkel, Gerste, Hafer, Hirse, Mais, Reis, Roggenmehl, Weizenmehl
  • Hülsenfrüchte: Erbsen, Linsen
  • Milch, Milchprodukte & Eier: Käse, Milch, Eier, Quark, Sahne, Joghurt
  • Nüsse: Erdnüsse, Mandeln, Pistazien, Walnüsse
  • Süßes: Milcheis, Schokolade, Kuchen
  • Brot- & Teigwaren

Wie sieht eine basische Ernährung aus?

Nur die passenden Nahrungsmittel für eine basische Ernährung auszuwählen, ist ein Anfang, doch um tatsächliche eine basenüberschüssige Ernährungsweise im Alltag zu integrieren, gehören ebenso die richtige Zubereitung, genügend Flüssigkeit, Bewegung und Stressabbau dazu.

Auch die Mengen sind von Bedeutung. Eine Portion kann gut folgendermaßen aufgeteilt werden:

  • 50 Prozent: grünes Gemüse wie Spinat und Salat
  • 25 Prozent: Lebensmittel mit pflanzlichem Eiweiß, z. B. Bohnen
  • Rest: Stärkehaltiges Gemüse wie Kartoffeln und Kürbisse, Obst, gesunde Fette, Dips wie Guacamole u. Ä., Kräuter

Zusätzlich zu der basischen Kost unterstützt Bewegung den Körper dabei, den pH-Wert sowie die Verdauung und Nierenfunktion zu regulieren. Darüber hinaus solltest du versuchen, unnötigen Stress abzubauen, da dieser einen Einfluss auf deine Hormone nehmen kann. Du fragst dich wieso? Viele Hormone werden für die Balance des Säure-Basen-Haushalts im Körper benötigt. Um ein Gleichgewicht in deinem Säure-Basen-Haushalt rasch zurückzugewinnen, solltest du viele basenbildende Lebensmittel wie Obst und Gemüse zu dir nehmen, dich ausreichend bewegen, Stress so gut es geht reduzieren und genügend Flüssigkeit zu dir nehmen. Du kannst deinen Körper auch mit einer 1- bis 4-wöchigen Basenkur unterstützen.

Fazit: So gelingt die basische Ernährung

Die basische Ernährung als kurzfristige Kur kann dabei helfen, einen aus dem Gleichgewicht geratenen Säure-Basen-Haushalt neu auszurichten und so kurzfristige Folgen des Ungleichgewichts abzumildern. Für einen langfristigen Gebrauch als Ernährungsform eignet sich aber eher die basenüberschüssige Ernährung, bei der rund 80 Prozent der Lebensmittel basenbildend wirken sollten. Ist der Säure-Basen-Haushalt in Balance, kann unser Stoffwechsel optimal arbeiten, wir vermeiden langfristige gesundheitliche Folgen und überschüssige Kilos auf der Waage. Welche Nahrungsmittel sauer und welche basisch wirken, gibt der PRAL-Wert an.

Mit leckeren Rezepten wie Pfannkuchen aus Süßkartoffeln oder Zucchini muss du dennoch nicht fehlt auf leckere Genussmomente verzichten. Als köstliche Alternative lassen sich z. B. auch pflanzliche Joghurts mit Geschmackspulvern aufpeppen und bieten dir schnell und einfach einen leckeren Nachttisch.

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Quellen:

[[QUELLEN-]]https://academic.oup.com/jn/article/128/6/1051/4722393?login=false[[-QUELLEN]]

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